Kartoffelrezept: Schottische Potato SconesRezept für das traditionelle Kartoffel-Gericht aus Schottland
Die kulinarisch-fettige Köstlichkeit des „Full Scottish Breakfast" bietet viele frittierte und gebratene Delikatessen: Haggis, BlackPudding oder eben Potato Scones.
Schottische FrühstücksspezialitätJa, man muss es zugeben, allein der Anblick des gefüllten Tellers eines „Full Scottish Breakfast“ führt zu erhöhtem Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und einer spontanen Verengung der Herzkranzgefäße. Längst nicht alle Schottlandurlauber können sich hierfür wirklich begeistern. Dennoch denken viele Touristen – nach der Heimkehr in die heimischen Gefilde – wehmütig an die üppige Frühstücksauswahl zurück und versuchen die traditionelle, sehr bodenständige und urige schottische Küche in die eigene Bratpfanne zu locken. Und mal ehrlich: wirklich gut gemachte Potato Scones aus vorgekochten „tatties“ (schottische Umgangssprache für Kartoffeln) sind allemal eine klitzekleine Frühstückssünde wert. Potato Scones - traditioneller Teil des Schottisches FrühstückWie in vielen traditionellen Gerichten (wie zum Beispiel dem beliebten und weltweit bekannten quasi National-Gebäck Schottlands, dem Shortbread), sind die Zutaten für diese kartoffelige Beilage sehr schlicht und erdgebunden. Sie besteht aus Kartoffeln, Mehl, Butter und Salz – Lebensmittel die sich bei geschickter und sorgfältiger Lagerung der Produkte auch schon zur Zeit unserer Vorväter sehr lange aufbewahren ließen und so fast immer verfügbar waren. Zudem ist diese Beilage nahrhaft, die Zutaten in der Anschaffung höchst erschwinglich. Die Potato Scones sind zwar Teil des berühmten schottischen Frühstücks, können aber auch gut als Beilage zu anderen Speisen gereicht werden. Man kann mit diesem Rezept auch wunderbar übrig gebliebenen Kartoffelbrei von einer anderen Mahlzeit weiter verarbeiten. Tattie Scones – Kartoffel-Scones eckig und rundDie Potato Scones, oder auch Tattie Scones, sind sehr viel dünner (und weicher) als das bekanntere schottische (und auch in England sehr beliebte) fast gleichnamige Teegebäck aus Weizenmehl. Traditionell werden sie ausgerollt, in Strahlenform geschnitten und dann in der Pfanne ausgebraten. Wem hierzu die Geduld fehlt, der kann auch einfach mit der Hand kleine Kugeln formen und diese in der Pfanne dann flach drücken. Hört sich zwar sehr unschottisch an, sieht vielleicht nicht ganz so schön aus – schmeckt aber genauso gut und ist weniger arbeitsintensiv. Dieser Meinung sind wohl auch schottische Hausfrauen, denn auch in familiär geführten Bed & Breakfasts in Inverness – mitten in den Highlands – sollen solch runde Tattie Scones tatsächlich schon gesichtet worden sein... Zutaten für schottische Potato Scones:500g Kartoffelbrei 70g Mehl 25g Butter ½ Teelöffel Salz Ein wenig Fett/Butter zum Braten in der Pfanne Zubereitung des Klassikers aus Schottland:Kartoffeln schälen, klein schnibbeln, kochen, abgießen und zu einem feinen Brei ohne Kartoffelstücken stampfen. Salz und Butter zu dem noch heißen Brei hinzufügen, nach und nach das Mehl in den Teig hineinsieben und hineinarbeiten. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen, den Kartoffelteig relativ dünn ausrollen und in längliche Dreiecke schneiden. Wer sich diesen Arbeitsgang ersparen will, formt mit der Hand Küchlein und drückt sie in der Pfanne gleichmäßig flach. Mit etwas Fett von jeder Seite ein paar Minuten bräunen. Vorsicht: die Scones neigen dazu schnell zu verbrennen. Frisch werden sie noch warm mit etwas Butter bestrichen (und natürlich garniert mit den anderen Zutaten des Full Scottish Breakfast, wie Spiegeleiern, Würstchen, Schinken und gebackenen Bohnen - und vielleicht auch die oder andere Pastete) verzehrt. Potato Scones DeluxeWer die Deluxe-Variante ausprobieren will (das Kalorienzählen sollte man hier sowieso tapfer beiseite lassen), kann in der Pfanne eine Käsescheibe (zum Beispiel Cheddar) zwischen zwei Potato Scones legen und sich so ein Kartoffel-Käse-Sandwich zaubern. Die Potato Scones lassen sich generell auch gut kalt (zum Beispiel zu einem Picknick) mitnehmen, oder man kann Sie am nächsten Tag aufwärmen.
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