Pastetenrezept: Schottische Bacon and Egg Pie

Tipp der Redaktion Rezept für Schinken und Ei-Pastete – typisch für Schottlands Küche

12.06.2008 Shermin Arif

Pasteten findet man hierzulande ja eher selten, dabei sind sie unglaublich variantenreiche und leckere Alleskönner. Von simpel bis edel ist alles machbar.

Perfektes Gericht für Picknick, Ausflüge oder eine Party

Das Schöne an ihnen ist, dass man sie gut vorbereiten kann und sie sich in ihrer Form wunderbar transportieren lassen - zum Beispiel zum Familien-Picknick am Strand oder im Wald, oder als besonderes Mitbringsel und Hingucker für Parties. Selbstgemachte Pasteten sind etwas besonderes, sie sehen toll und aufwändig aus und sind durch die Wahl der Zutaten unglaublich wandelbar: von simpler Resteverwertung der Überbleibsel aus dem Kühlschrank, bis hin zu edelsten Zutaten (zum Beispiel mit Pfifferlingen).

Pasteten – unglaublich Variantenreich

Das Rezept für die Bacon & Egg Pie ist – neben anderen bekannten Pasteten, wie steak pie, scotch pie oder mutton pie – ein typisch traditionelles, bodenständiges schottisches Arbeitergericht, das in ähnlichen Variationen seit Generationen zubereitet und gerne vernascht wird. Man kann sie gut vorbereiten oder aufwärmen, zum schottischen Frühstück reichen, oder als volle Mahlzeit (mit Gemüse oder einem Salat dazu) zum Mittag- oder Abendessen nutzen.

Je nach Größe der gewünschten Pastetenform und persönlicher Vorliebe variiert die Menge der Zutaten natürlich. Die hier angegebenen Mengen sind ausreichend für eine große Form (Springform) oder zwei kleinere Pastetenformen (wie auf den Bildern zu sehen ist). Man kann die Form variieren: von eckig bis rund, oder – wer es ganz speziell mag und kleine Häppchen bei einer Party anbieten will – nutzt einfach sein Blech mit Muffinförmchen, um darin kleine Mini-Pastetchen zu machen.

Zutaten für Bacon & Egg Pie:

1 Paket fertiger, gefrorener Blätterteig (da die Herstellung von selbstgemachtem Blätterteig höhere Grade der Meisterschaft erfordern, greift man hier besser zum vorgefertigten Tiefkühlteig)

ca. 250 g Bacon/ Schinken

2 süßliche Äpfel

scharfer Senf

3-4 Eier

3-4 Tomaten

ca. 150 g geriebener oder in dünne Scheiben geschnittener Käse (zum Beispiel Cheddar oder mittelalter Gouda)

Salz, Pfeffer, Gewürze nach Wahl, Kräuter (Zum Beispiel frisch gehackter Rosmarin, Thymian oder Salbei)

etwas Milch oder Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung der schottischen Pastete:

  • Den Blätterteig aus der Packung nehmen und die Scheiben nach Anweisung auftauen lassen. In dieser Zeit den kleingeschnittenen Schinken in einer Pfanne knusprig braten, würzen, die gehackten Kräuter dazu geben, danach in einer Schüssel beiseite stellen. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen, verrühren und in der Pfanne braten. Nach Geschmack würzen und das fertige Rührei in Stückchen schneiden. Wer mag kann die Eier auch einfach hart kochen, schälen und zerschneiden.

  • Jetzt den Blätterteig, auf einer bemehlten Arbeitsfläche, etwas ausrollen (Bei mehreren Teigplatten die Kanten etwas mit Wasser bestreichen, aufeinanderlegen und sanft darüber rollen. Vorsicht! Blätterteig darf wegen seiner innenliegenden Schichten keinesfalls geknetet werden!) und in die gewählte Pastetenform heben. Mit leichtem Druck den Teig in der Form ausbreiten, darauf achten, dass er über den Rand fällt (und dass man genug Teig für den Deckel der Pastete zurück behält!).

  • Den Boden jetzt dünn mit Senf bestreichen. Die Äpfel schälen, in schmale Streifen schneiden und hübsch darauf verteilen. Keine Scheu vor der Kombination von Äpfeln mit Senf – das gibt dem Gericht eine schön fruchtige Note. Als nächste Schicht wird der gebratene Schinken auf die Äpfel gegeben, darüber wird das gebratene oder gekochte Ei gegeben. Die Tomaten werden gewaschen und in Scheiben geschnitten. Sie bilden die letzte Schicht, bevor der Käse über das Kunstwerk gestreut wird.

  • Den verbliebenen Blätterteig wieder ausrollen und auf die Pastete legen. Einen kleinen Rand überstehen lassen und überschüssigen Teig mit einem Messer abschneiden. Der Rand der Pastete wird jetzt eingerollt, so dass der untere und der obere Teig verbunden sind, und mit Gabelzinken eingedrückt.

  • Da der Dampf der garenden Zutaten entweichen muss, muss man Öffnungen hierfür schaffen – sonst platzt der Teig während des Backens unschön auf. Hier kann man kreativ werden – entweder mit einer Gabel Muster einstechen, mit einem Messer Schlitze schneiden oder spiralförmig einschneiden. Auch bei Verzierungen mit überschüssigem Teig kann man seine Backlust so richtig austoben. Teig ausschneiden, an der Rückseite befeuchten und einfach aufkleben. Zum Schluss wird der Deckel der Pastete mit Milch oder mit verquirltem Eigelb glasiert, damit das Backwerk nachher schön braun glänzt.

Im vorgeheizten Backofen bei ca. 200 ° auf mittlerer Schiene solange backen, bis der Leckerbissen goldbraun ist.

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Querschnitt durch Pastete, Shermin Arif Querschnitt durch Pastete
Herstellung der Pastete, Shermin Arif Herstellung der Pastete
Befüllen der Pastete, Shermin Arif Befüllen der Pastete
geschlossene Pastete, Shermin Arif geschlossene Pastete
Pasteten frisch aus dem Ofen, Shermin Arif Pasteten frisch aus dem Ofen
 
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